| Georg Milzner und Christian Ziegler: |
Ausbildung in medizinischer Hypnotherapie
unter dem Patronat des SMSH |
| Anmeldung an: |
Dr.med. Christian Ziegler, Facharzt FMH
Länggasse 1B, 3600 Thun, Tel 033 222 04 54
e-mail: hitchz@bluewin.ch |
| Kurskosten: |
Fr. 300.- pro Kurstag inkl. Mittagessen
|
| Kursort: |
Gwattzentrum am schönen Thunersee
(Gemeinde Thun) |
| |
Qualitätslabel "SGAM empfohlen"
beantragt - SAPPM-Anerkennung beantragt. Anerkannt für
die Rezertifizierung des SMSH-Fähigkeitsausweises
Hypnose und analog den SMSH-Kursen für die Fortbildung
der medizinischen Fachrichtungen |
| Teilnehmerzahl: |
minimal 8 maximal 14 |
| |
|
|
| Die Art der Ausbildung |
Die neue und in ihrer Art neuartige Ausbildung
erstreckt sich über zwei Jahre und umfasst 30 Lehrtage.
Zusätzlich werden Hausaufgaben zu den jeweils therapeutisch
erschlossenen Themen vorgeschlagen.
Da die Inhalte der Ausbildung über eine Hypnoseausbildung
weit hinausgehen, wendet sie sich insbesondere an Ärztinnen
und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen, die im psychotherapeutischen
Bereich tätig oder an der Arbeit in diesem Bereich interessiert
sind. Grundkenntnisse der Hypnose sind bereits Voraussetzung
für die Teilnahme. Bei Zweifeln an der notwendigen Qualifikation,
oder bei Fragen wie diese zu erlangen ist, wenden Sie sich zur
näheren Klärung bitte an die Dozenten. |
| |
|
Der Aufbau der Ausbildung
|
|
Die Ausbildung beginnt mit einer Abgrenzung
der Hypnotherapie von andern psychotherapeutischen Verfahren.
In einer von den sinnlichen Phänomenen über die
emotionalen zu den eher mentalen emporsteigenden Abfolge werden
sodann klinische Phänomene und Leidensbilder hypnotherapeutisch
erschlossen und untersucht, und die Teilnehmenden gewinnen
durch Unterweisung und Erfahrung hypnotherapeutische Zugänge,
die sich als hilfreich erwiesen haben. Zum Teil sind diese
Zugänge noch neuartig und wurden erst in den letzten
Jahren entwickelt.
Aus der Erfahrung heraus, dass das eigene Erlebnis die therapeutische
Suggestivkraft des Klinikers entscheidend stärkt, kann
- nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden - jede Lerneinheit
von Selbsterfahrungen ergänzt werden, in denen die Teilnehmenden
unabhängig von ihrer klinischen Praxis an eigenen Themen
arbeiten:
z.B. symbolische Hausaufgabe,
Selbsthypnose mit Tagebuch,
Supervision oder
hypnotherapeutische Selbsterfahrung.
|
| |
|
Das Konzept der Ausbildung
|
|
Wir möchten, dass Sie in dieser Ausbildung
vielerlei gewinnen:
- Sie lernen und intensivieren die Kunst der
hypnotischen Sprache - einer poetisch-suggestiven Sprache,
die differenziert und verbindet zugleich, ohne auf technizistischen
Psychoslang zurückzugreifen
- Sie beginnen mit der Kunst der hypnotherapeutischen
Diagnostik vertraut zu werden, einer Diagnostik, die sich
anhand von Trancephänomenen und suggestiven Parametern
entfaltet und zugleich Leiden würdigt und Ressourcen
erkennt
- Sie arbeiten mit dem Dozenten auf der Höhe
zeitgenössischen Forschens, indem neue Erkenntnisse
etwa aus der Hirnforschung kreativ in die Ausbildung mit
einbezogen werden
- Sie steigern Ihre klinische Sicherheit,
indem Sie mit uns psychosomatische und psychiatrische Phänomen
auf neue Weise angehen
- Sie beginnen, auch Ihr eigenes Leben
konstruktiv neu zu beleuchten. Denn da unsere Kurskonzeption
von einer Balance der klinischen Fähigkeiten mit den
Kompetenzen der Selbstmodulation ausgeht, fördern wir
sowohl die klinische Kompetenz der Teilnehmenden, als auch
ihre hypnotherapeutischen Möglichkeiten, das eigen
Leben besser zu gestalten (Wobei "besser" vieles
bedeuten kann: Sinnvoller, lustvoller, kraftvoller, usw).
|
| Die Leiter der Ausbildung: |
Dipl.Psych. Georg Milzner
Psychologischer Psychotherapeut, Hypnotherapeut DGH und Ausbilder
SMSH, Supervisor BDP. Mehrere Jahre als Kliniker in einer therapeutischen
Praxengemeinschaft, von 1998-2008 wissenschaftlicher Projektleiter
und Therapeut am Institut für Hypnotherapie in Düsseldorf.
Mehrere Jahre im Vorstand er Deutschen Gesellschaft für
Hypnose e.V. (DGH), ausserdem Chefredakteur der Fachzeitschrift
"Suggestionen". Georg Milzner entwickelte u.a. neuartige
Modelle der Schmerztherapie und führte Aufsehen erregende
Tranceexperimente zum Thema "Psychose" durch, die
kürzlich in einer Bewusstseinstheorie der Verrücktheit
gipfelten. Sein Verständnis von Hypnotherapie ist das einer
Kunst des poetischen Sprechens (einer Heil-Kunst) einerseits
und das einer Therapieform, die moderne Hirnforschung und archaisches
Heilen miteinander versöhnt andererseits. Viele Veröffentlichungen,
Bücher u.a.: Schmerz und Trance (2 Bände 1999), Die
Poesie der Psychosen (2001), tango mit mir (2005) und ophelias
(2009). |
| |
|
Dr.med.Peter Feuz
Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, Hausarztpraxis in
Unterseen
Ausbildung in Hypnose, in Katathym Imginativer Psychotherapie,
Systemtherapie; permanente Supervision mit Prof. Adler,Bern.
SAPPM-Fähigkeitsausweis
Psychotherapeutischer Schwerpunkt: Kurzinterventionen in
der Hausarztmedizin
|
| |
|
Dr.med. Christian Ziegler
Facharzt FMH für Kinder- und Jugendpsychiatrie /-psychotherapie,
Vorstandsmitglied und Ausbilder SMSH, eigene psychotherapeutische
Praxis in Thun.
Der Fokus meiner Therapie: Über Symptomarbeit zu wichtigen
Veränderung gelangen: in der Beziehungsgestaltung, in
Bezug zu sich selbst und im Gebrauch funktionierender Lebenstechniken.
Mein Stil: psychoedukativ, narrativ-metaphorisch, zwischendurch
tiefe Trancen. "Das präzise Timing und die richtige
Mischung sind entscheidend".
Mein Arbeitsschwerpunkt: Essprobleme und andere psychosomatische
Symptome - Selbstwertproblematik bei Jugendlichen, Kindern
und Erwachsenen.
Frühere Forschungstätigkeit über Hypnotisierbarkeit;
Hypnose bei Kopfschmerzen.
Autor der Bücher: Hypnotherapie bei Aufmerksamkeitsstörung,
Hypnotherapie bei Magersucht, Hypnotherapie mit Kindern.
|
| |
| Detailliertes Programm |
| Erste Einheit (4.-6. März 2010)
Dozenten: Georg Milzner, Peter Feuz |
| Schwerpunkt: Hypnotherapie als eigenständige
Therapieform auf der Nahtstelle von mentalen und körperlichen
Prozessen |
|
Inhalte: Hypnotherapie als Vermittlungsarbeit zwischen Körper
und Psyche
Hypnotherapie als Hirnaktivierung und -modulierung
Trance und Theater: Hypnotherapie als zwischenmenschliche
Inszenierung
Idee der Trance-Brücke zwischen bewussten und unbewussten
somatischen Prozessen
Psychosomatische Heilkunst durch Suggestion, Metaphern und
Trance
Beispielhafte Therapiesequenzen, zugeschnitten auf die Bedürfnisse
der Teilnehmenden
|
| |
| Zweite Einheit (29.4.-1.5.2010) Dozenten:
Christian Ziegler, Peter Feuz |
| Schwerpunkt: Utilisation von Symptomen |
Inhalte: Utilisation der Symptome auf dem Weg
zu besserem Selbstbezug und -management
Zeit für sich selbst finden: sich und den Symptomen gefahrlos
die gebührende Beachtung schenken
Hypnotisch den emotionalen Tiefpunkt erleben, dabei Motivation
zur Veränderung finden und unglückliche Ausweichmanöver
hinter sich lassen
Symptome abschwächen mit der richtigen Mischung von Realitätsempfinden
und Imagination der Symptome
Hypnotische Ambivalenz aushalten, paradoxe Symptomverschreibungen
akzeptieren und Hausaufgaben erledigen |
| |
| Dritte Einheit (10.-12. Juni 2010) Dozenten
: Georg Milzner, Peter Feuz |
| Schwerpunkt: Schmerzbehandlung |
Inhalte: Trancephänomene bei akutem und
chronischem Schmerz
Die Rolle von Dissoziation und Assoziation in der Hypnotherapie
des Schmerzes
Entwurf und Planung einer komplexen Hypnotherapie von Schmerzsyndromen
Anwendung dieser Planung auf die Hypnotherapie eines speziellen
Schmerzsyndroms in Absprache mit den Teilnehmenden (Vorschlag
des Dozenten: Hypnotherapie der Migräne) |
| |
|
Vierte Einheit (23.-25. September 2010) Dozenten: Christian
Ziegler
|
| Schwerpunkt: Das Selbst aus problematischen
Identifikationen herauslösen |
Inhalte: Hypnotisch dem eigenen Selbst begegnen
und darin neue Möglichkeiten entdecken
Widerstand als Verweigerungsprozess begreifen und utilisieren
Flexibler werden, Körperwahrnehmung und -bild verändern
Hypnotisch lernen: besser hören und gehorchen, z.B. in
der Behandlung von Schmerzen |
| |
| Fünfte Einheit (2.-4. Dezember 2010)
Dozenten: Georg Milzner, Peter Feuz |
| Schwerpunkt: Emotion |
Inhalte: Die Rolle von Trance und Suggestion
der Depressionen
Die Rolle von Trance und Suggestion bei Ängsten
Die Rolle von Trance und Suggestion bei gesteigerter Aggression
Selbsterkundung in Trance hinsichtlich der Bedeutung von überbordenden
Emotionen
Suggestive und trancenutzende Erweiterung emotionaler Kompetenz
Konkrete Hilfen im Umgang mit gravierenden emotionalen Störungen
Die suggestive Bedingtheit emotionaler Prozesse: Hypnotherapie
als zwischenmenschliche Inszenierung
Anwendung hypnotherapeutischer Massnahmen auf eine konkrete
Problematik in Absprache mit den Teilnehmenden (Vorschlag des
Dozenten: Hypnotherapie von Prüfungsängsten) |
| |
| Sechste Einheit (Januar 2011) Dozenten:
Christian Ziegler, Peter Feuz |
| Schwerpunkt: Ideale und Schatten im Selbst
/ Moralische Entwicklung |
Inhalte: In Altersregression und hypnotischem
Rapport die kognitive Entwicklung und zwischenmenschliche Verbundenheit
auffrischen
Die eigene Lebensgeschichte verstehen, deren Entwicklung erkennen
und sie lustvoll weiter imaginieren
Schuldgefühle, Depression und weitere Gefühle hypnotisch
imaginieren
Geschichten erzählen oder besser erzählen lernen |
| |
| Siebte Einheit (Anfang März 2011)
Dozenten: Georg Milzner |
| Hypnotherapie und psychische Tiefenerfahrung |
Inhalte: Hilfreiche Metaphern der Psyche und
ihrer Dimensionen entwickeln
Mit Träumen arbeiten im Wachzustand und in Trance
Hypnotherapie als Arbeit mit dem unsichtbaren "Dritten"
Das unsichtbare "Dritte" in Bild und Symptom
Zukunftsgerichtete Hypnotherapie: Arbeit mit dem inneren Gesetz |
| |
|
Achte Einheit (Ende April 2011): Dozenten: Christian Ziegler,
Peter Feuz
|
| Durchsetzungsfähigkeit im Einklang
mit dem eigenen Selbst |
Inhalte: Hypnotische Selbststeuerung, sensibel
die zarten unbewussten Keimlinge stärken
Der Einsatz von Pseudoorientierung in der Zeit und von posthypnotischen
Suggestionen
Lernen, dem Unbewussten beim Erzählen therapeutischer Geschichten
zu vertrauen
Angesichts des unausweichlichen Todes durch hypnotherapeutische
Hilfen das Leben tiefer geniessen
Essstörungen besser verstehen und therapieren |
| |
| Neunte Einheit (Juni 2011) Dozenten:
Georg Milzner, Peter Feuz |
| Schwerpunkt: Grenzerfahrungen |
Inhalte: Hypnotherapie als Klärungshelfer
bei Identitätsstörungen
Trance und Psychose: Verwandtschaft und Abgrenzung
Hypnotherapeutische Massnahmen bei religiösen Konflikten
Die (mögliche) Rolle von Hypnotherapie in der Psychiatrie
Anwendung der Hypnotherapie auf ein psychiatrisches Feld in
Absprache mit den Teilnehmenden (Vorschlag des Dozenten: Borderline-Störung) |
| |
| Zehnte Einheit (Anfang September 2011)
Dozenten: Christian Ziegler, Peter Feuz |
| Schwerpunkt: Beachtung finden und schenken
in Liebe, Partnerschaft und Sexualität |
Inhalte: spielerische Lust einerseits und die
Schrecken der Partnerschaft andererseits im sanften hypnotischen
Licht betrachten
Schwierigkeiten in der Partnerschaft überwinden und dadurch
zu besserem Selbst-Verständnis gelangen
Fantasien, Rationales, Irrationales und Humor teilen
Anima und Animus hypnotherapeutisch versöhnen
Pornographie-Sucht und Sexuelle Funktionsstörungen hypnotisch
therapieren |
| |
| Warum ein 2-jähriges Curriculum? |
|
Die posthypnotischen Effekte kommen meist mit
einer gewissen Zeitverzögerung zum Tragen; über
den Zeitraum zweier Jahre können sie mehrmals hypnotisch
utilisiert und verstärkt werden.
Die Teilnehmenden erfahren sich selbst zunehmend
als eigenes Werkzeug ihrer Arbeit, indem der gleichbleibende
Gruppenrahmen ihre Fortschritte erleichtert und sie so einfacher
ihre eigene Sprache, Verantwortung und Lebensgeschichte hypnotisch
gestalten können.
Vertiefte Erfahrungen werden erlebt, wenn über
die Dauer auch eine anfängliche Begeisterung mal vorübergehend
verschwinden darf; dabei von der Gruppe sich getragen fühlend,
können auch neue Seiten an sich entdeckt werden, und
es muss weniger das "Mehr desselben wie Bisher"
durchgezogen werden.
Den Teilnehmenden bleibt genügend Zeit,
den vielfältigen metaphorischen Dimensionen der Symptome
auf die Spur zu kommen: die individuelle Bedeutung der Symptome
für sich und die Patienten entdecken - und wie die Bedeutungen
sich ineinander verweben.
Hypnose dient nicht als Adjuvans für andere
Therapierichtungen, sondern eigenständige hypnotherapeutische
Strategien und Techniken ergeben sich direkt aus der Utilisation
des hypnotische erlebbaren Zusammenspiels zwischen Unbewussten
und Bewusstsein, oder anders formuliert, zwischen Seele, Kopf,
Herz und Körper.
Diese Strategien und Techniken sollen auch im
ärztlichen Gespräch anwendbar sein (ohne formale
Hypnoseinduktion) - hypnotische Utilisation, verstanden als
Kommunikation mit dem Unbewussten, fliesst dann wie von selbst
ins Gespräch ein.
Es handelt sich um ein Pilotprojekt, das zu
Erfahrungen und konstruktiven Diskussionen einlädt. Im
Bausteinprinzip erweitert dieser Kurs ideal die Grundkenntnisse,
die in der Hypnosegrundausbildung (Fähigkeitsausweis
SMSH) erarbeitet wurden.
Wir haben Peter Feuz als weiteres Mitglied des
Dozententeams gewinnen können. Seine Aufgabe besteht
darin sicherzustellen, dass die gelernten Fähigkeiten
auch in der Grundversorgerpraxis praktisch und einfach durchführbar
sind. Hypnotherpautisches Wissen und Techniken können
auch naturalistisch im ärztlichen Gespräch einfliessen.
|
| |
| Unsere Leitlinien der Hypnotherapie:
Utilisation (Nutzbarmachung) und symbolisches Verständnis:
|
- Der Patient gelangt über die Auseinandersetzung
mit seinem Symptom zu einer besseren Wahrnehmung von, Beziehung
zu und Umgang mit sich selbst. - Utilisation bedeutet also:
die Symptome nicht nur als Hindernisse sondern eher als
Chance zu sehen.
- Utilisation heisst auch eigene Ressourcen
und Lernfähigkeiten besser wahrzunehmen.
- Ein verbessertes metaphorisch-symbolisches
Verständnis von sich selbst führt zu Verschiebungen
von Prioritäten (was ist mir wichtig) und Bedeutungen
(das Aufbauende wird gestärkt).
- Zusammenfassend besteht das Ziel darin,
a) das Positive vermehrt wahrzunehmen und b) die Motivation
und konstruktive Handlung zu stärken: Damit werden
die (unbewussten) Selbstheilungskräfte befreit.
|
| |
| Download
Ausschreibung Ausbildung in medizinischer Hypnotherapie |
| |
|
|