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| Was ist Hypnose? |
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Hypnose zu Heilzwecken ist ein uraltes, in frühen Zeiten
als magisch verstandenes, heute aber ein wissenschaftlich
einwandfrei belegtes psychosomatisches Therapieverfahren.
Hypnose ist eine Kommunikationsform auf verbaler und nonverbaler
Ebene, die darauf abzielt, dem Patienten zu helfen, in verschiedene
Formen von Trancen zu gelangen. Trancen sind veränderte,
natürliche Bewusstseinszustände, die sich vom Alltagsdenken
unterscheiden und in denen z.B. die Aufmerksamkeit gebündelt
werden kann, Gefühle verstärkt oder abgeschwächt
werden, Wahrnehmungen wie Schmerzen verändert werden,
die Kreativität des Patienten gesteigert und sinnesbezogener
ist, und eine Öffnung für neue Lösungen möglich
wird.
Diese besondere Kommunikationsform vertieft die Arzt-Patient-Beziehung
auf konstruktive Weise.
Hypnose ist eine konsequent ich-stärkende Therapieform,
die die eigenen Ressourcen des Patienten nutzbar zu machen
sucht. Dadurch werden das Selbsthilfepotential wie auch die
kreativen Fähigkeiten des Patienten gefördert.
In der hypnotischen Trance können so genannte hypnotische
Phänomene genutzt werden (Anästhesie, Ideomotorik,
Dissoziation, Regression, Amnesie, Hypermnesie, usw.). Diese
sind alle Phänomene, die auch im Alltag auftreten können,
doch in der Hypnose werden sie besonders intensiv erlebt.
Die Anleitung zur Selbsthypnose bietet eine Selbsthilfetechnik,
welche die Eigenverantwortung stärkt und somit den therapeutischen
Prozess unterstützt und beschleunigt. Hypnose ist lernbar,
gehört aber in die Hand von geschulten Therapeuten, die
von Berufes wegen in die therapeutische Verantwortung eingebunden
sind.
Hypnose ist gleichzeitig Wissenschaft und Poesie der Sprache.
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| Warum Hypnose in der (zahn-)ärztlichen
Praxis? |
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Hypnose ist eine effiziente Therapiemethode
- in fast allen Bereichen der Medizin wie z.B. in Psychiatrie,
Allgemeinmedizin, Psychosomatik, Anästhesie, Geburtshilfe,
Pädiatrie, Zahnmedizin, usw.
- sie macht auch andere Therapiemethoden effizienter Hypnose
ist eine effiziente Möglichkeit für den Arzt (und
sein Praxisteam) auch für sich selber zu profitieren
- durch Entspannung, bessere Nutzung seiner eigenen Ressourcen,
durch mehr Wohlbefinden, bessere Selbstorganisation Stärkung
seiner Arbeitsmotivation.
- durch eine Sichtweise der ganzheitlichen Behandlung seiner
Patienten.
- Der Praxisalltag wird durch Hypnose erleichtert und dadurch
auch ruhiger.
- Hypnose spart und gibt Energie.
Insbesondere in der zahnärztlichen Praxis erlaubt die
hypnotische Kommunikation, beim Patienten schnell Ängste
abzubauen und eine Atmosphäre von entspanntem Vertrauen
aufzubauen, was die Arbeit des Zahnarztes wesentlich vereinfacht
und auch eine Zeitersparnis bedeutet.
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| Was kann die Hypnose? |
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Hypnose kann als alleinige Methode (man nennt sie dann "Hypnotherapie")
oder in Kombination mit anderen Psychotherapiemethoden (Verhaltenstherapie,
analytische Verfahren, systemische Ansätze) angewandt
werden. Sie macht andere Therapiemethoden effizienter.
Sie kann manchmal alleine schon durch gezielte Entspannung,
bzw. durch das innere Loslassen von Problemen, unerwartet
schnelle Besserungen bewirken (z.B. bei Schlafstörungen,
Ängsten, Nervosität).
Die Hypnose verhilft dem Patienten zu einem besseren Selbstbild
und zu realistischeren Wahrnehmungen seiner selbst.
Die Hypnose hilft, schwierige Arzt-Patienten-Beziehungen
entschärfen.
Hypnotische Behandlungstechniken eignen sich sowohl für
psychische und psychosomatische, wie auch für somatische
Störungen mit Krankheitswert. Die Wirksamkeit wurde in
zahlreichen Studien belegt (z.B. Grawe 1994, Revenstorf 2003).
Sie kann durch so genannte Altersregressionen lebensgeschichtlich
frühere Verhaltensweisen reaktivieren und so zur Klärung
und Veränderung von Hintergründen und Konflikten
verhelfen.
Insbesondere in der Zahnmedizin wird sehr häufig eine
schnellere Wundheilung beobachtet.
Wenn man sich mit Hypnose befasst, bekommt man einen Begriff
davon, wie wichtig und in manchen Bereichen geradezu unentbehrlich
sie ist. Die Hypnose ist in den letzten drei Jahrzehnten gewissermassen
neu entdeckt und wesentlich weiterentwickelt worden und wird
in Zukunft eine immer grössere Rolle in Medizin und Zahnmedizin
spielen. Sie weiss sich den naturwissenschaftlichen Grundlagen
verpflichtet und distanziert sich von jeder Art von Laienhypnose
ebenso sehr wie von Esoterik und von magischen Praktiken.
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| Die medizinische Hypnose |
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ist ein sanftes, aber potentes Heilverfahren, das nur von
gut ausgebildeten Ärzten, Zahnärzten und Psychologen
ausgeübt werden sollte, um genügend Sicherheit zu
gewähren, dass damit nicht geschadet wird. Dabei wird
dem Patienten mit ausgewählten, der Situation angepassten
Kommunikationsformen geholfen, in einen Trancezustand unterschiedlicher
Tiefe zu gehen, worin er sich mit seinen Problemen und Symptomen
auf einer anderen Bewusstseinsebene erleben kann: nicht rational,
analytisch und willensabhängig, sondern sinnes-bezogen,
phantasievoll und intuitiv. Der bewusste Wille des Patienten
wird dabei in keiner Weise gebrochen, sondern eher beiseite
gestellt, damit der Patient leichter seine brachliegenden,
unbewussten Ressourcen entdecken und aktivieren kann. Hypnose
kann mit jeder herkömmlichen Psychotherapieform, ob verhaltenstherapeutisch
oder analytisch orientiert, kombiniert werden, wodurch sich
die Wirksamkeit beider verstärkt. Die besondere Kommunikationsform
der Hypnose vertieft im positiven Sinn die Arzt-Patienten-Beziehung
und es ist möglich, das Selbsthilfepotential und die
kreativen Fähigkeiten des Patienten deutlich zu fördern.
In der Trance können sogenannte hypnotische Phänomene
auftreten (Anästhesie, Levitation, Katalepsie, Dissoziation,
Regression, Amnesie, Ideomotorik usw.), die zwar auch im Alltag
bekannt sind, doch in der Hypnose besonders intensiv erlebt
werden und gezielt genutzt werden können. Anwendungsbereiche
sind in der Medizin sehr zahlreich: in der Psychosomatik können
die körperlich erlebten Probleme schneller mit dem psychischen
Erleben in Zusammenhang gebracht werden, in der Anästhesie
können Ängste abgebaut und dadurch Medikamente eingespart
werden. In der Schmerztherapie können wirksame Reduktionen
des negativen Erlebens erzielt werden, in der Psychiatrie
können psychotherapeutische Massnahmen erlebnisnäher
gestaltet werden, in der Geburtshilfe können Schwangere
lernen, die Geburt gelassen oder gar als etwas Angenehmes
zu erleben, in der Pädiatrie können viele psychosomatische
Probleme relativ rasch aufgelöst werden, usw.
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| Die zahnmedizinische Hypnose |
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hilft vor allem ängstlichen Patienten, sich beim Zahnarzt
wohl zu fühlen und die Behandlung angenehm oder zumindest
als banal zu erleben. Damit ist sie auch eine wichtige Hilfe
für den Zahnarzt selber, kann er doch damit rasch und
unkompliziert den angstvollen, schwierigen Patienten - der
für die Praxis immer Stress bedeutet - beruhigen und
dessen Schmerzen erträglich gestalten. Hypnose wirkt
deshalb nicht nur wohltuend auf den Patienten, sondern auch
auf den Zahnarzt selbst und auf das ganze Praxisteam.
Neben der hauptsächlichen zahnärztlichen Indikation
bei Angst und Schmerz hilft Hypnose auch, den Würgreiz
zu kontrollieren, das Angewöhnen an einen neuen Zahnersatz
psychologisch zu unterstützen, sowie die Kaumuskulatur
ideal zu entspannen. Mit der Vermittlung von Selbsthypnose
kann Patienten mit Parafunktionen und Kiefergelenksproblemen
kausal geholfen werden.
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| Informationsblatt
zur medizinischen und zahnmedizinischen Hypnose |
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