Workshops

Workshops

Grundausbildung für Anfänger

Workshop 1

Grundausbildung Kurs 1

Ph. D. Gary Bruno Schmid, Dr. med. Martin Schmid, Dr. med. dent. Ute Stein

 Einführung in die medizinische Hypnose

• Definition und Geschichte der Hypnose

• Korrektur von Mythen und Fehlschlüssen über Hypnose

• Induktion: Demonstration und Kleingruppenpraxis

• Lernen in Trance

• Indikationen für Hypnose

Workshops für Fortgeschrittene

Workshop 2

Kleingruppensupervision für den FA

Dr. med. Gaston Dunkelmann

Auf dem Weg zum Fähigkeitsausweis in medizinischer Hypnose SMSH sind 20 Stunden Supervision vorgeschrieben. Davon können 10 Stunden in Kleingruppen bis max. 5 Personen absolviert werden.

Die Teilnehmer bringen Fälle aus der eigenen Praxis mit. Diese werden wir gemeinsam bearbeiten und dabei die mannigfaltigen therapeutischen Möglichkeiten der klinischen Hypnose kennen lernen. Besonders werden wir auch auf die hypnotisch mobilisierbaren Ressourcen achten, die eine Gruppe zur Verfügung stellen kann.

Diese Kleingruppensupervision ist für alle KollegInnen geeignet, die mit Hypnose schon in der Praxis arbeiten und sich in Hypnotherapie weiterentwickeln möchten.

Workshop 3

Arts inducteurs: Le sens vibratoire et les acouphènes (Atélier en francais)

Dr Méd Olivier Garandeau, Silvie Courtis, Musicothérapeute et hypnothérapeute

Cet atelier propose une présentation du son et ses vibrations acoustiques comme fil conducteur vers une écoute multi niveaux. Vous pourrez expérimenter l’hypnose induite par une improvisation musicale au violoncelle. L’induction par le sens vibratoire, sert d’exploration des sensations corporelles lors de l’écoute musicale sur instrument acoustique. Une rééducation sur la façon d’écouter et d’entendre les sons par d’autres canaux sensoriels que l’ouïe, peut aider les patients à tolérer leurs acouphènes. Si vous êtes musicien, vous aurez la possibilité de vous familiariser avec l’improvisation musicale sur votre instrument tout en étant à l’écoute de votre patient. Le visionnage d’un power point où sera relatée l’expérience d’un cas clinique sera proposé lors de cette présentation.

Arts inducteurs: Schalldrucksensibilität und Ohrgeräusche (Tinnitus)

Dieser Workshop schlägt eine Präsentierung des Tones und dessen akustischen Vibrationen als Leitfaden zu einem mehrstufigen Hören vor. Sie werden Erfahrungen über die Hypnose, induziert durch eine musikalische Improvisation auf dem Violoncello sammeln können.

Die Induktion durch das Schalldruckgefühl dient der Erforschung der körperlichen Empfindungen beim Anhören eines akustischen Musikinstrumentes.

Eine Umerziehung der Art des Hörens und Zuhörens der Töne durch andere sensorische Kanäle als die des Gehörs kann den Patienten helfen Ohrgeräusche besser zu ertragen.

Sollten Sie Musiker sein, so werden Sie die Möglichkeit haben, sich mit der musikalischen Improvisation auf Ihrem Instrument vertraut zu machen und doch gleichzeitig ein offenes Ohr für den Patienten bewahren. Die Visualisierung einer PowerPoint-Präsentation, in der ein klinischer Fall dargestellt ist, wird während der Präsentation vorgeschlagen.

Workshop 4

Heilsame Ressourcen im Tanz

Ulrike Juchmann, Psych. Psychotherapeutin,Systemische Lehrtherapeutin, MBCT Lehrerin

Im Workshop werden wir in verschiedene tänzerische Rollen schlüpfen. Anregend sind dabei westafrikanische Ressourcen, die ihre eigenen, leicht zu erlernenden Bewegungen und Charaktereigenschaften haben und wie Archetypen auch in unserem kulturellen Raum leicht zugänglich sind. Das Tanzen unterschiedlicher Qualitäten ermöglicht es, auf eine spielerische Art, Neues, Unvertrautes zu entdecken und Vertrautes wieder zu finden. Wir begegnen der Kraft der Schönheit und des Reichtums, dem Zauberer des Waldes und der Meeresgöttin. Eine neue innere Balance entsteht spielerisch. Tranceinduzierend sind Bilder, Vorstellungen, Musik und sich wiederholende Bewegungen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, sondern Freude an der Bewegung und am Ausprobieren. Bitte an bequeme Kleidung und Socken denken.

Theoretischer Hintergrund:

Trance im Tanze

Arbeit mit Ressourcen und Persönlichkeitsanteilen

Lernziele:

Die Ressourcen voller Kräfte kennenlernen und im Tanz erkunden.

Anwendungsideen für die Arbeit mit Einzelnen und Gruppen

Workshop 5

Schritt für Schritt zur Balance zurück – hypnotherapeutische Interventionen für akute Krisen

Stefanie Schramm, Dipl.-Psych., Psych. Psychotherapeutin

Menschen in akuten Krisen (unterschiedlicher Genese und Ausprägung – bis hin zu suizidalen Krisen) erleben sich meist hilflos einem für sie unkontrollierbaren Geschehen ausgeliefert, fühlen sich »völlig aus der Bahn geworfen«, »nicht mehr im Gleichgewicht« und »ohne Bodenhaftung«. Ressourcen sind in diesem Zustand nicht mehr zugänglich, die eingeengte Sicht einer Problemtrance manifestiert sich.

Hypnotherapeutische Krisenintervention setzt an diesen spezifischen selbsthypnotischen (Problem-) Trance-Prozessen an und macht sie nutzbar um die subjektive Kontrolle über die Situation wiederzuerlangen, einen Umgang mit den (widerstreitenden) Gefühlen zu finden und die Handlungsfähigkeit wieder herzustellen. Dieser Prozess in Richtung Wiedererlangung der Balance erfolgt Schritt für Schritt, meist sehr kleinschrittig, orientiert an der speziellen Situation und dem individuellen Tempo der Betroffenen.

Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen werden hypnosystemische Interventionen für Menschen in akuten (suizidalen) Krisen theoretisch und praktisch erarbeitet sowie, soweit möglich, geübt. Die inhaltlichen Schwerpunkte werden im Seminar gemeinsam gesetzt.

Workshop 6

The Four Squares Technique – 1.Tag

2-Tages-Workshop in englischer Sprache

Skripts werden in deutscher, französischer und englischer Sprache abgegeben. Die praktischen Übungen erfolgen in der eigenen Sprache.

Dr Méd. Michael Schekter, Martine Oswald, Psychologue FSP

Combining hypnosis, EMDR and drawing  create resources in order to bring about positive change and healing. A learning workshop is proposed to acquire the method in 2 x 5 hours within 2 consecutive days.

In order to bring about lasting change we have found, as others, that thoughts, body feelings and emotions must be modified simultaneously leading to a positive experience.

The four square technique, used with adults and children, has been presented internationally and regularly taught in Switzerland since 2010. It has proven to be a powerful tool leading to successful change and solid healing in the treatment of PTSD, Phobias, Conversion and Somatoform symptoms, TOC, Psychosomatic symptoms, and many other anxiety provoking situations.

We propose a two-day workshop. During this time the participants will be informed about the technique and its applications through power point, videos of patients and demonstrations. The participants will receive the Four Square Technique Protocol either in English, German or French according to their needs. As participants, they will act as both patient and then therapist, in order to learn and practice the technique using their own language (E., D., F,)

Further information can be found on www.hypnosesuisse.com in English and French within an article that appeared in CH-Hypnose presenting a case study using this technique.

Workshop 7

Von einem der auszog, Hypnose zu lernen ... und sie dann nicht anwendete

Dipl.-Psych., Dr. rer. nat. Lars Pracejus

»Ich habe zwar die Kurse absolviert, gebrauche es aber nicht. Ich weiss gar nicht so genau, warum.«, »Ich traue mich nicht, Hypnose anzuwenden. Mir fehlt es an Erfahrung und Sicherheit.«

In der Arbeit mit Fortbildungsteilnehmenden begegnen uns häufig Zurückhaltung und Scheu, das Gelernte einfach mal anzuwenden. Manchmal steht davor die Befürchtung, es wirke unnatürlich, passe nicht zu Therapeut oder Klient oder funktioniere schlichtweg nicht. Erfahrungsgemäss wird die Hürde grösser, je länger man mit den ersten Erfahrungen zögert und durch fehlende Praxis bildet sich keine Anwendungssicherheit aus. Als Hypnotherapeuten wissen wir jedoch, dass wir unseren inneren Ressourcen vertrauen dürfen und unsere Intuition uns leiten wird. Praktische Übungen können diese Gewissheit festigen. Nach einer Standortbestimmung im eigenen Erfahrungsraum zeigen wir Demonstrationen vor der Grossgruppe und wenden praktische Übungen in Kleingruppen an. Am Ende des Tages darf sich die Vorfreude auf das nächste Treffen mit einem Patienten entfalten.

Dieser Workshop richtet sich an Fortgeschrittene und jene, die es werden wollen. Wieder-Einsteiger sind ebenso herzlich willkommen wie Neu-Einsteiger. Grundkenntnisse in Tranceinduktionen dürfen mitgebracht werden.

Workshop 8

Einfache und stressfreie Zahnbehandlung mit Hypnosetechnik

Dr. med. dent. Andreas Joss

Begleitung der Patienten durch die Behandlung mittels in der Hypnoseausbildung erlernten Methoden, kurze Repetition einiger Begriffe (NLP).

Mit wenig Aufwand den Zahnarztbesuch zu einem möglichst angenehmen Ereignis machen. Praxisgestaltung (Hintergrundmusik, Bilder etc.). Einsatz von Kopfhörer mit CDs. Strategien, den Patienten mit einem Gesamtreframing seiner Zahnarztbesuche zu beglücken. (Geht auch etwas in Patientenmotivation und eventuell Prophylaxe hinein).

Spezielle Unterkapitel:

Kinderbehandlung

• Hilfestellungen für Patienten allfälligen Bruxismus bewusst zu machen und abzugewöhnen (nicht rein hypnotisch)

Workshop 9

Hypnose bei chirurgischen Interventionen: von A (Aufklärung) bis Z (Zufriedenheit)

Dr. med. Didier Naon, Dr. med. Ursula Speck

»Chirurgische Interventionen, Anästhesie und Intensivmedizin zeichnen sich aus durch nüchterne, effizienz- und evidenzbasierte Medizin und Pflege. Für Kommunikation, persönliche Beziehung und Befindlichkeit von Patienten und Therapeuten bleiben wenig Raum – und Zeit. Mit Erkenntnissen aus der Hypnosetherapie, angepassten Formulierungen und minimalen Interventionen lassen sich beste Optimierungen erreichen. Dies führt zu einer Verbesserung der therapeutischen Beziehung, der Zufriedenheit und sogar zu einem besseren Outcome nach Operation oder Krankheit.

In diesem Workshop werden Möglichkeiten für den Einsatz hypnotischer Elemente im gesamten Patientenprozess aufgezeigt: vom Aufklärungsgespräch über die Kommunikation während der Intervention bis zur Aufwachphase nach Narkose oder Sedation.

Als Grundlage dienen die gesammelten Erfahrungen nach 20 Jahren im Spital Schwyz und 20 Jahren am Kantonsspital St. Gallen.

Wording und hypnotische Handlungen für und während Interventionen werden im WS vorgestellt und auch gemeinsam erarbeitet. Dieser Workshop eignet sich für alle interventionell tätigen Kolleginnen und Kollegen.«

Workshop 10

Hypnotische Inspirationen – aus der Belletristik

Dr. med. dent. Ruth Besimo-Meyer,

Prof. Dr. med. dent. Christian Besimo

Die Belletristik, hier im Speziellen die Prosa, bietet einen enormen Fundus für hypnotische Texte einerseits und Beschreibungen von Trancezuständen andererseits, die für die klinische Arbeit genutzt werden können. Wir möchten mit euch zusammen in der Vorbereitung gelesene zwei grössere Werke auf ihren hypnotischen Gehalt hin untersuchen und textgebundene Trancen erleben. Kürzere Textpassagen werden direkt während des Workshops zusammen gelesen und Trancezustände nacherlebt. Mitgebracht werden soll ein reges Interesse für die schöne Literatur. Die im Seminar gewonnenen Erkenntnisse und Erlebnisse können nicht nur bei literaturbegeisterten Klienten Einsatz finden sondern auch das persönliche Erleben bereichern. Nach der Anmeldung zum Workshop werden den Teilnehmern die vorab zu lesenden Werke bekannt gegeben.

Workshop 11

Hypnotische Hoffnungsvermittlung üben

Dr. med. Walter Schweizer

Fördern von Hoffnung in Hypnose, praktische Übungen: Anwendung von Hoffnung fördernden Hypnose-Techniken unter Berücksichtigung von Ericksons Therapieansatz, des narrativen Ansatzes, der Resilienz-Forschung und Salutogenese mit ihrem Bewirken eines besseren Lebens bei Kranksein, Stress- und Problemsituationen. Mit Demonstrationen und praktischen Übungen zur Wiedergewinnung und Aufrechterhaltung der Gesundheit und/oder  zur Leistungsoptimierung.

Workshop 12

Entwickle Deine volle Stärke

Dr. med. Eva-Maria Albermann

Überwindung von Blockaden und Ängsten durch hypnosystemisches Stimulieren von Körper und Denken.
Körper und Geist sind ein Team. Deshalb kann man über direkten Ein uss auf beides leistungsmindernde Blockaden in erstaunlich kurzer Zeit abbauen. Klienten bekommen ein individuell angepasstes Verfahren an die Hand, das sie in sehr kurzer Zeit selbstständig anwenden können, beispielsweise vor der Prüfung, dem Wettkampf oder in der Vorbereitung auf andere Anforderungssituationen, bei denen eine Verbesserung der Performance angestrebt wird. Dabei werden verschiedene Techniken aus Hypnose, systemischer Therapie und energetischer Therapie auf besondere Art und Weise eingesetzt. Die Grundidee ist, die inneren Stärken und Selbstheilungskräfte gezielt anzuregen durch eine Balancierung des Energiesystems und Blockaden sofort zu behandeln. Dadurch kann die Selbstwirksamkeit und Zuversicht der Klienten schnell erhöht und damit der Boden für eine optimale Entfaltung und Performance bereitet werden.

Workshop 13

Tiefentrance und Reframing mit somatischen Markern der Traditionellen Chinesischen Medizin

Dr. med., Dipl. Ing. Stefan Steinert

In der hypnotherapeutischen Arbeit können wir die körperlichen und emotionalen Zeichen unserer Klienten als somatische Marker nutzen. Sie geben in der Traditionellen Chinesischen Medizin Hinweise, wie die verschiedenen Bereiche des Unbewussten funktionieren, die unser Erleben färben und unsere Glaubenssätze prägen. Eine klare Systematik, die sich aus den Metaphern dieser alten Heiltradition ableitet, dient dazu, bestehende Probleme in einem anderen Licht zu sehen und transparente Lösungsalternativen zu entwickeln. Im Workshop wird anhand der 5 Elemente der TCM eine selbsterklärende Struktur von 5 Hautgruppen des vegetativen Systems vorgestellt. Daraus lassen sich Bilder für Tiefenentspannungsübungen und Trancen ableiten, in denen die Klienten ihre jeweiligen Problemmuster leichter erkennen und Lösungsansätze gezielt angehen können. Einigen dieser Bilder werden wir in praktischen Übungen nachspüren.

Workshop 14

Hypnose und Selbsthypnose in der Psychoonkologie

Dr. med. Hansjörg Ebell

Leidvolle Erfahrungen (z.B. Ängste, Schmerzen, Übelkeit) veranlassen Patienten mit einer Krebserkrankung therapeutische Unterstützung zu suchen. Hypnose und Selbsthypnose können im Rahmen eines objektiv angemessenen und subjektiv zufriedenstellenden Gesamttherapiekonzepts erstaunlich effektive Linderung ermöglichen. Dies gilt sowohl für viele Symptome der Erkrankung und Nebenwirkungen der Therapie wie auch für den Umgang mit der Erkrankung (Coping). Individuelle Fähigkeiten und Ressourcen der Betroffenen werden für therapeutische Ziele utilisiert – als persönlichem Zugang zu einem im Laufe der Evolution erworbenen psychophysiologischen Regulationspotential des Menschen. Neben professioneller Verwendung einfacher »Techniken« (insbesondere von idiomotorischen Phänomenen) ist die aufmerksame Zuwendung auf der Beziehungsebene entscheidend für eine »Begleitung ein Stück des Weges«. Eigene Fälle bzw. Erfahrungen einzubringen ist erwünscht.

Workshop 15

Sensibilität-Training

Dr. med. Olivier Ryhiner

Gute Hypnose-Arbeit ist eine Beziehungs-Geschichte.

In diesem Workshop werden wir unsere Fertigkeiten der Kommunikation in hypnotischer Trance trainieren. Dabei geht es darum in einer Art »Flutlicht-Aufmerksamkeit« die Grenzen in der Kommunikation mit Andern nicht als Grenzlinie, sondern als Berührungslinie zu sehen.

Um sich in dieser Trance-Welt zu Hause zu fühlen werden wir üben, üben, üben.

Grundausbildung für Anfänger

Workshop 16

Grundausbildung Kurs 2

Ph. D. Gary Bruno Schmid, Dr. med. Martin Schmid, Dr. med. dent. Ute Stein

 Vertiefung der Trance

• Stadien der Hypnose

• Hypnotische Phänomene

• Theorie

• Demonstrationen und Kleingruppenpraxis

 

Workshops für Fortgeschrittene

Workshop 17

Hypnos und Thanatos

Dr. med. Thomas Gysin

Die Götter Hypnos und Thanatos bringen in der Ilias den gefallenen Sarpedon aus dem trojanischen Krieg zurück in seine Heimat Lykien.

Ein interaktiver Versuch zu ergründen, was Selbsthypnose/Meditation uns Grundlegendes vermittelt im Vertrauen auf das Leben und damit auch auf den Abschied vom Leben. Wenn wir sterbende Patienten begleiten sollen, kann eine hypnotische Selbsterfahrung Voraussetzung für eine echte Begegnung sein.

Wir werden einen guten Teil des WS in Trance verbringen und persönliche Erfahrungen austauschen. Ich bin in der ausgedehnten Literatur über den Tod oder Nahtoderlebnisse nicht bewandert.

Maximal 15 TeilnehmerInnen

Workshop 18

Scham-los und Würde-voll!

Humorvoll provokative Herausförderung bei Ängsten, Zwängen und anderen Problemtrancen.

Dr. phil. Peter Hain

Bei der hypnosystemischen Arbeit mit Humor geht es darum, dieses therapeutische Potential emotional und kognitiv zu entwickeln und würdevoll nutzbar zu machen. Gemeinsam entwickelter Humor ist im Rahmen professioneller Beratung und Therapie sowohl eine empathische Zumutung wie auch eine ressourcenorientierte Heraus(be)förderung.

»Schlimmer geht immer – besser auch!«

Humorvolle und provokative Interventionen entfalten bei Klienten im Rahmen eines empathischen Zugangs eine nachhaltig suggestive Wirkung (befreiend und stärkend), schaffen Distanz zum Problemverhalten und ermöglichen es, systemische Muster, Wertungen und selbsthypnotische Induktionen zu entdecken und für angestrebte Veränderungen nutzbar zu machen.

Die Arbeit in humorvollen Bildern, Metaphern oder gemeinsam entwickelten »Lösungsgeschichten« kann darüber hinaus die innere Beweglichkeit fördern, einen genussvollen und v.a. auch würdevollen Zugang zu alten und neuen Ressourcen bieten und helfen, den als problematisch und beschämend erlebten Kontext umzudeuten.

Theorie: u.a. Lach- und Humorforschung, Inframing, Provocative Therapy.

Praxis: Fallbeispiele, Übung, Live-Demos.

Workshop 19

The Four Squares Technique – 2. Tag

2-Tages-Workshop in englischer Sprache

Skripts werden in deutscher, französischer und englischer Sprache abgegeben. Die praktischen Übungen erfolgen in der eigenen Sprache.

Dr Méd. Michael Schekter, Oswald Martine, Psychologue FSP

Workshop-Beschreibung siehe WS 6 vom Donnerstag.

Workshop 20

Hypnotisches Arbeiten mit Persönlichkeitsteilen in der Zahnmedizin

Dr. med. dent. Veit Messmer

Die zahnärztliche Behandlung stellt für die meisten Patienten eine große, für manche eine extreme Stresssituation dar. Sie regredieren in kindliche Verhaltensmuster und erleben bereits kleine Eingriffe als Verletzung der Intimzone, fühlen sich als Opfer, bedroht von Schmerz und Leid.

Dieser Workshop zeigt, wie in unserer Praxis mit der Teilearbeit in Hypnose positive Ressourcen abgerufen werden, wie eine effektive Dissoziation von Problemmustern leicht und spielerisch, auch bei Kindern, erreicht werden kann.

Die Persönlichkeitsanteile, die stark, hilfreich und befreiend sind, ruhen in jedem Menschen, der Zugang scheint jedoch verbaut und unbekannt zu sein. Der hypnotisch arbeitende Zahnarzt gleicht einem Goldsucher am Yukon, der diese Goldstücke im Patienten schürft und ihm wieder zugängig macht. Davon handelt dieser Workshop. Und das ist nicht nur für Zahnärzte interessant.

Workshop 21

Die Arbeit am Schmerz – Hypnose und Selbsthypnose in der Behandlung chronischer Schmerzpatienten

Dr. phil. Alex Liatowitsch

Chronische Schmerzpatienten zeichnen sich durch ein schmerzgeprägtes Körperbild aus. Der ganze Körper wird negativ besetzt und es besteht eine angstvolle Fixierung auf physische Vorgänge. In einer längeren hypnotherapeutischen »Arbeit am Schmerz« kann ein Umgestaltungsprozess eingeleitet werden, in welchem der Patient mit seinen eigenen Bildern die Sicherheit im Körper und die Schmerzsituation positiv beeinflussen kann. Die Selbsthypnose bildet ein wichtiges Werkzeug in diesem therapeutischen Prozess. – Der Workshop besteht aus theoretischen Überlegungen, Demonstrationen und dem Anwenden der Methode in Kleingruppen.

Workshop 22

Hypnose und Irritable Bowel Syndrome

Prof. Dr. med. Gabriele Moser

Einführung in die auf den Bauch gerichtete Hypnose mit Einblick in die Brain-Gut-Achse, Indikationen mit Schwerpunkt Reizdarmsyndrom, Erfolgskriterien und Ablauf der 10 Sitzungen mit Beispielen von Hypnosebildern bzw. praktische Demonstration und Übung.

Workshop 23

Bei sich bleiben: Ein Weg aus der Depression

Dr. med. Samuel Kohler, Anna Dorothea Keller, Fachpsychologin FSP

Indem wir lernen, unsere Gefühle zu achten und körperlich wahr zu nehmen, finden wir Wege, sie ohne Kommentar und Bewertung zu beobachten und zu erforschen, bei uns zu sein und zu bleiben. So können depressive Zustände ausgehalten und überwunden, im Idealfall sogar verhindert werden.

Wir zeigen, wie schon in früheren Workshops, einfache hypnotherapeutische Techniken dafür. Begleitende Klänge von Gongs und weiteren Instrumenten erleichtern den Zugang zur emotionalen Innenwelt, steigern den persönlichen Gewinn und können auch in der therapeutischen Situation gut eingesetzt werden.

Workshop 24

Ein Tag mit Hans Wehrli am Kaminfeuer

Dr. med. Hans Wehrli, Moderation: Dr. med. J. Philip Zindel

Schon zum vierten Mal und gleichzeitig ein Geheimtipp in Balsthal geworden: »Ein Tag mit...« einem »alten Fuchs« der SMSH »am (leider nur virtuellen) Kaminfeuer«. Für die Dauer  eines Ganztagsworkshops können Sie jeweils bei einem Ausbilder mit jahrzehntelanger Erfahrung alle Ihre Wünsche anbringen, ihn bei Demonstrationen erleben, alle Ihre Fragen stellen, persönliche Anekdoten erfahren, konkrete Fälle oder Situationen besprechen, alles ohne durch ein gegebenes Workshopthema eingeschränkt zu sein. Das Programm entsteht also spontan zwischen Teilnehmern und Kursleiter. Bitte bringen Sie also konkrete Fälle und Fragen, oder einfach Ihre Neugier mit.

Dieses Jahr haben wir Hans Wehrli für diesen spannenden Anlass gewinnen können. Hans war viele Jahre lang Vorstandsmitglied und Ausbilder der SMSH und auch Präsident unserer Gesellschaft. Als Hausarzt hat er der Hypnose in der Grundversorgung ganz wichtige Impulse gegeben. Die Kombination von Hypnose und manueller Therapie ist eines seiner Steckenpferde. Jetzt arbeitet er noch teilzeitig in einer hypnotischen Schmerzsprechstunde in einem Kantonsspital. Sein legendärer Humor, sein feiner Realitätssinn und seine menschliche Wärme machen ihn zu einem äusserst beliebten Ausbilder der SMSH.

Workshop 25

Meditation Hypnose

Eigene Prävention und Einführung ins Thema

Inhalt: MBSR / Qi Gong / Sadhana und mehr...

Dr. med. Hans Peter Bruggisser

Eine Einladung zu einem ganzen Tag mit Achtsamkeitsübungen und Meditationen verschiedener  Meister, wie Jon Kabat-Zinn (MBSR), Tich Nhat Han (Qi Gong), Antony de Mello und Anand Nayak (Sadhana). Eine Mischung mit wenig Theorie und vielen praktischen Übungen, begleitet mit Geschichten von Nossrat Peseschkian und Antony de Mello. In meiner beruflichen Laufbahn bin ich diesen besonderen Menschen im Rahmen einer Ausbildung oder persönlich begegnet und habe deren Botschaften persönlich als hilfreich erlebt.

Zielperson dieses Workshops bist vorerst DU SELBER und DEINE BEFINDLICHKEIT – später vielleicht auch Dein Wunsch, diese Erfahrungen Anderen weiterzugeben. Dies wird Dir umso besser gelingen, je mehr Du selber damit Deine eigenen Erfahrungen gesammelt hast. 

Ein Problem im Umgang mit Meditation ist deren praktische Anwendung für uns Europäer, oder Begriffe wie Achtsamkeit, Konzentration, Relaxation usw. in den praktischen Alltag umzusetzen. Antony de Mello und sein Schüler Anand Nayak, beide aus Südindien stammend, mit christlicher Tradition, haben mit der Anwendung einer »geführten Meditation«, genannt Sadhana,
eine Trance-verwandte Methode entwickelt, welche die Basis bildet für diesen Workshop und damit den Zugang zu Meditation erleichtern soll. Damit sind wir auch am Berührungspunkt Meditation
Ý Hypnose angelangt.

Kleidung: leichte, bequeme und warme Kleidung (Füsse nicht vergessen)

Maximal 15 Personen.

Workshop 26

Immer der Nase nach. Olfaktorische Hypose

Dr. med. Erika Colombo, med. dent. Riccardo Colombo

Die olfaktorische Erinnerungen können blitzartig Emotionen auslösen. Sie können uns in die Welt unserer Kindheit katapultieren (Proust Effekt). In der Hypnose wird der Geruchsinn oft wenig beachtet. Dies nicht zuletzt, weil dieser Sinn die Sprachzentralen wunderbar umgehen kann und direkt in Hirnareale gelangt die Erinnerungen und Emotionen modulieren. Der Kurs erlaubt es, auf einem Aromapfad zu wandeln und somit zu erschnuppern welche Essenz gut tut. Danach wird die so aus dem Bouquet ausgewählte Geruchsprobe verwendet um einen olfaktorischen Anker zu setzen. Es geht um das praktische üben von riechen, schnuppern, schnüffeln, wittern und einatmen. Das Verwenden von Düften, Essenzen, Wohlgerüchen und Aromen als Ressource. Lass uns zusammen Witterung aufnehmen.

Workshop 27

Spüren, Geniessen, Raum und Zeit in der hypnotischen Gefühlsmeditation (HGM)

Dr. med. Christian Ziegler, Dr.med.dent. Michelle Peng, Dr.med.dent. Claude Braun

In einer meditativen Konzentration utilisierst du den Anfang einer hypnotischen Induktion, alles Weitere überlässt du deinem Unbewussten. So einfach die Vorgehensweise der HGM – einzig Konzentration auf eine Emotion und auf ein dazu passendes Bild – so vielschichtig sind die daraus entstehenden Effekte: Besseres Verständnis und Regulation der Emotionen versöhnen uns z.B. mit den harten Realitäten von Raum und Zeit. Die HGM zähmt schwierige Emotionen und verwandelt sie in hilfreiche Begleiter. Trauer (1), Wut (2), Ungeduld (3), Gier (4), Versagen (5) und viele mehr erinnern uns dann an unsere Wünsche nach Frieden (1), Durchsetzung (2), Beachtung (3), Erfüllung (4) oder Erfolg (5). Der hypnotische Aspekt der HGM unterstützt besonders gut das Loslassen, welches für die Umwandlung der Emotionen wichtig ist. Sinnvolles Spüren und Geniessen entstehen, wenn du Beachtung besser annehmen und beantworten kannst. Gezähmte Emotionen fungieren als zusätzliches Energie- und Entspannungsreservoir. Die HGM eignet sich sowohl für ruhige Meditationen wie auch zur Hilfe im Notfall, zur Anleitung bei schwierigen Patienten und im Dienste der eigenen Persönlichkeitsentwicklung.

Workshop 28

Erholung fürs Ich – Hypnosystemische Selbststeuerung

PD Dr. med. Uwe H. Ross

Hintergrund: »Am liebsten bin ich ganz ich selbst, aber ich komme so selten dazu.« – Arbeitslast und Zeitdruck fordern unsere Ich-Instanz und generieren nicht selten Stress-Folgestörungen als Ausdruck einer Ich-Erschöpfung. Im Workshop werden Interventionen vermittelt, die den raschen Zugang zum Selbst und die Ausrichtung unwillkürlich-automatischer Erlebnisprozesse erlauben, um öfter »Ganz-man-selbst« zu sein. Hypnose wird als Mittel einer freiheitsorientierten Selbststeuerung erfahrbar, die das Ich entlastet, die Selbst-Resonanz und die Ich-Selbst-Kooperation fördert und einen Zustand von Mühelosigkeit kultiviert.

Lernziele: Sie erleben wirksame Kurzinterventionen auf der Basis eines neurobiologischen Modells der Selbststeuerung aus Hypnose, Health-NLP u.a.

Ablauf: Kurz-Input zur Arbeit, Demonstration, praktische Übungen

Didaktische Mittel: Live-Demonstration, Partner-/Gruppenübungen.

Workshop 29

Visualisierung innerer und äusserer Er-Lebensräume

Dr. med. Bettina Kleeb, Dr. med. Stefan Indergand

Therapeutisches Arbeiten mit Land- und Körperkarten.

Wie? Nein. Wann? Nein. Wo kamen wir auf diese verrückte Idee?

Wo kamen eine Anästhesistin und ein Psychiater auf die Idee, über innere und äussere Landschaften und deren Visualisierung zu sprechen? 

Das Wo, die Lokalisation, ist in unserem Arbeitsalltag oft wichtiger als das Wie oder das Wann. »Wo tuts weh?« und »Wo trat dieses Symptom erstmals auf?«, sind typische Fragen des Arztes.

Gefühle haben immer zwei örtliche Bezüge: Einerseits einen geografischen und anderseits einen körpertopografischen.

In der Hypnose überqueren wir spielend die Grenzen zwischen Landschaftsräumen und Körperräumen zwischen Wahrgenommenem und Vorgestelltem, zwischen konkreter Erinnerung und Phantasie. Wir bewegen und orientieren uns in verschiedenen Natur- und Körperlandschaften, nehmen Raum ein, füllen Raum aus und geben Neuem Raum.

Wir zeichnen Landkarten der Emotionen und Körperskizzen der Gefühle.

Wir arbeiten aber auch mit metaphorischen Landschaften und Räumen. Der Körper wird als Garten, als Haus oder als Landschaft in der Hypnose erfassbar und veränderbar.

Begleiten Sie uns in die Topographie der Emotionen und die Architektur der Gefühle.

Unsere Begeisterung für das Raum-Thema möchten wir in diesem erlebnisorientierten Workshop mit Ihnen teilen. Wir zeigen dazu praktische Beispiele aus der Trauma- und Schmerztherapie.

Und jetzt noch die Lösung: Wo kamen wir auf diese Idee? Natürlich in Balsthal.

Die Teilnehmer werden gebeten, in den Workshop persönliches Kartenmaterial mitzubringen. (Vom Hausplan bis zur Weltkarte)

 

 

Workshop 30

Hypnosemethoden bei Sozialängsten

Dr. phil., Dipl. Psych. Hans-Christian Kossak

Nach jeweils kurzen Theoriedarstellungen werden unterschiedliche Hypnose-Methoden zur Diagnose und Therapie der oft vielschichtigen Sozialängste wie z.B. Sprechängste in Gruppen, seine Meinung äußern, Kontaktaufnahme mit anderen Personen, vorgestellt. Hier ist besonders die kleinschrittige Hypnose-Erarbeitung von Veränderungen effektiv. Sie wird in Falldarstellungen, Einzel- und Gruppendemonstrationen aufgezeigt und in Kleingruppenarbeiten praktisch angewandt und besprochen.

Grundausbildung für Anfänger

Workshop 31

Grundausbildung – Zusätzliche Übungen

Ph. D. Gary Bruno Schmid, Dr. med. Martin Schmid, Dr. med. dent. Ute Stein

Vertiefung und Üben des am Donnerstag und Freitag Gelernten. Nachdem die Kurse 1 (WS 1) und 2 (WS 16) nur je 5 Stunden statt 8 dauern, müssen mit diesen zusätzlichen Übungen zusammen mit den Veranstaltungen im Plenum die restlichen 6 Stunden absolviert werden, die für den Fähigkeitsausweis gefordert sind.

Die anschliessenden Grundkurse 3 und 4 werden am 23./24. März 2018 auf Rigi Kaltbad durchgeführt, wofür Sie sich am Seminar gleich anmelden und einen Platz reservieren können.

Workshops für Fortgeschrittene

Workshop 32

Entdeckungsreisen in Hypnose

Dr. med. Susan Balogh

Menschen in einem hypnotischen Trancezustand sind empfänglicher für Suggestionen verschiedener Art – direkt und indirekt – als im Alltag. Metapher, Fantasiebilder, und weitere Visualisationstechniken können für viele Zwecke nützlich sein, unter anderem: das Erreichen von intensivem Wohlbefinden; die Steigerung des Selbstvertrauens und -Achtung; das Entdecken und die Mobilisation von inneren Ressourcen; Problemlösung; Traumaverarbeitung; die Beeinflussung von physischen Prozessen wie das Immunsystem; und Schmerztherapie. Die Symbolik, die im nüchternen Alltag offensichtlich und einfach scheint, kann im Trancezustand auf subtiler Weise einwirken und zum Ziel verhelfen.

Wir gehen als Gruppe auf mehrere Entdeckungsreisen mit verschiedenen Zielen, die die TeilnehmerInnen danach in der eigenen Praxis in Einzelsitzungen mit Patienten einsetzen können. Indikationen werden besprochen, und Anleitungen werden mitgegeben.

Workshop 33

Reden reicht nicht! Klopfen als Buttom-up Intervention.

Dr. med. Michael Bohne

Theoretischer Hintergrund: Nach Damasio ist der Körper die Bühne der Gefühle. Deshalb erscheint es nur logisch, den Körper bei der Veränderung parafunktionaler Emotionen aktiv mit einzubeziehen.

Mit PEP lassen sich belastende Emotionen, wie Ängste vergleichsweise leicht und schnell und trotzdem anhaltend verändern. Darüber hinaus stellt PEP eine gute Selbsthilfetechnik für Klienten dar.

In der PEP werden parafunktionale Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster durch eine Verstörung neuronaler Netzwerke mittels bifokal-multisensorischer Interventionen (BMSI) verändert.

Des Weiteren wird die Selbstbeziehung konsequent durch Selbstakzeptanzübungen verbessert, was erfahrungsgemäß auch zu einer Verbesserung der Beziehung zu anderen führt.

Für Ärzte und Therapeuten hat sich PEP als selbstfürsorglicher Schutz vor sekundärer Traumatisierung bewährt. 

Durch die Integration von PEP in die bekannten Behandlungsmethoden ergeben sich trotz der ungewöhnlichen Veränderungsgeschwindigkeit erstaunlich tief greifende Wirkungen.

Workshop 34

Hypnose in der Literatur: Trilby

Dr. med. Marcel Bühler

Kursinhalt: Als hypnotherapeutisch Tätige sind wir immer wieder konfrontiert mit Vorstellungen und Meinungen über Hypnose, die unsere Arbeit nicht immer einfach machen. In den Ausbildungs-Curricula und Lehrbüchern wird der Geschichte der Hypnose eine mehr oder weniger grosse Bedeutung zugemessen. Am Beispiel von 4 Erzählungen und Romanen soll versucht werden, die beschriebenen hypnotischen Phänomene, die hypnotische Beziehung, die gegenseitigen Erwartungen von Hypnotiseur und Hypnotisand, die Bedeutung von Macht und Ohnmacht, mögliche Gefahren und Risiken für Hypnotisand und Hypnotiseur  reflektiert werden. Was können wir aus der Belletristik über das Wesen der Hypnose in der heutigen Zeit lernen und in unserer Tätigkeit anwenden?

In chronologischer Reihenfolge sind dies:

1) George du Maurier: Trilby. Erstausgabe 1894 (englisch) aktuell Oxford World’s Classics mit Illustrationen des Autors.

2) Thomas Mann: Mario und der Zauberer (Erstausgabe 1930, deutsch)

3) Peter Sloterdijk: Der Zauberbaum (Erstausgabe 1985, deutsch)

4) Umberto Eco: il cimitero di Praga (Erstausgabe 2010, italienisch)

Workshop 35

Wie Hypnose von der Suggestibilität gelenkt wird

med. dent. Riccardo Colombo

Suggestibilität in der Geschichte der modernen Hypnose ist eine der wichtigsten Forschungsvariablen. Suggestibilitätstests finden nicht nur im akademischen Betrieb, sondern auch im Alltag Anwendung und helfen uns bei der Gestaltung der Trancearbeit.

Nach einen kurzen Abriss über die Geschichte der Suggestibilität, werden wir uns Suggestibilitätstests, welche in der Forschung und dem Praxisalltag angewendet werden, anschauen.

Ziel des Workshops ist jedoch Instrumente für alltagstaugliche Suggestibilitätshinweise vorzuführen und gemeinsam zu üben.

Workshop 36

Schamanische Trancen

Dr. med. Fredy Emch-Zielinska

Im ersten Teil gebe ich einige Erläuterungen zum Core-Schamanismus.

Im zweiten Teil erleben wir eine Bewegungstrance mit Trommeln und Rasseln und tauschen dann die Erfahrungen aus.

Im dritten Teil folgt dann eine Trance in ekstatischer Körperhaltung mit Trommelbegleitung wiederum mit Erfahrungsaustausch und anschliessender Schlussbesprechung.

Workshop 37

Der fliegende Hypnoteppich

Eintauchen in die geführte hypnotische Trance, entspannen, nachhaltig auftanken.

med. dent. Zsuzsa Forter

In diesem Workshop hat bewusst das eigene Erleben von nährender Trance den Vorrang.

Care to the Caregiver. Ein Workshop zum mir Gutes tun, mich entspannen, Abstand zum Praxisalltag gewinnen.

Dieser Workshop ist gedacht für Kolleginnen und Kollegen zum Erleben und geniessen dessen, was sie sonst anderen zukommen lassen. Übung in der Anwendung von Hypnose mit Patienten und praktizierte Selbsthypnose sind vertraut. 

In Balsthal ist mir neben Auszeit vom Beruf, kollegialem Austausch, mich entspannt weiterbilden und auftanken wichtig.

Wissenschaftliche Hintergründe und Theorien können Vorträgen und Büchern entnommen werden.

Workshop 38

Medizinische Siesta: die »ent-spannische Trance«

Dr. med. Béatrice Gay, lic. Psych. Gustavo E. Torres Diaz-Guerra

Siesta ist der traditionelle spanische Mittagsschlaf und gehört zu Spanien wie Paella, Flamenco oder Mallorca. Siesta ist nicht nur eine traditionelle Erholung und Entspannungstechnik, sondern auch ein interessanter psychophysiologischer Zustand, während dessen merkwürdige seelische Prozesse stattfinden. Diejenigen, Laien oder Profis, die entweder gelegentlich oder sonst regelmäßig zeremoniell Siesta machen, und damit Erfahrung gesammelt haben, mögen gemerkt haben, dass Träume, die während der Siesta geschehen, besonders intensiv und lebhaft sind. Warum? Kann man diese Träume fördern, mit dem Ziel, sie auszulegen, und Siesta als hypnotherapeutische Methode einsetzen? Welche sind die Gemeinsamkeiten zwischen Siesta und klassischer Hypnose? Kann Siesta in der Praxis integriert werden? Wie können PatientInnen und TherapeutInnen das Potenzial der Siesta nutzen?

Medizinische Siesta lässt sich sowohl am Einzelnen als auch in der Gruppe üben. Anwendung zur Vertiefung und Selbsterkenntnis, sowie bei der Behandlung von psychischen und psychosomatischen Störungen.

Workshop 39

»Von Sternenstaub und Wunderkerzen oder wie die Streifen aufs Zebra kamen ...«

Dr. med. Ursula Hanke

Wir alle haben es, das magische Denken, das die Welt der Kinder wesentlich mitbestimmt und das Leben zu verzaubern vermag. Irgendwann kommt es uns ein bisschen abhanden und schlummert in einer Höhle vor sich hin ... In meinem Workshop geht es darum, es aufzuspüren und wiederzuentdecken. Mit Hilfe der Trance geht das wesentlich besser. Eine Prise Magie bewirkt oft Wunder und soll uns im Alltag dabei helfen, ein Lächeln auf das Gesicht unserer grossen und kleinen Patienten zu zaubern, sie und uns selbst zu erstaunen, abzulenken und zu entzücken und auch in stressige Situationen etwas Leichtigkeit zu bringen.

Für alle, die für ihre Patienten und sich selbst ein bisschen Zauber suchen.

Workshop 40

Hypnose-Interventionen bei Prokrastination

Dr. phil., Dipl. Psych. Hans-Christian Kossak

Das Aufschieben bzw. Hinauszögern von wichtigen Handlungen wie z.B. Anmelden zur Prüfung, Anfertigen von Seminar- und Examensarbeiten, Berichten oder Verschieben von Aufräumarbeiten oder Konfliktgesprächen kann sehr tiefgreifende Ursachen in der Autobiographie haben, die es zu klären gilt. Auf die kurzen theoretischen Darstellungen der vielfältigen Ursachen und Interventionsmöglichkeiten erfolgt die Demonstration und Selbsterfahrung zur Verursachung und Lösung der Prokrastination. Hypnose ist hier eine kreative und effektive Methode zur Diagnostik und Therapie. Im Vordergrund stehen Falldarstellungen, praktische Einzel- und Gruppendemonstrationen, Kleingruppenübungen, Diskussion.

Workshop 41

Hypnose in der Sexualtherapie

Dr. med. Karin Kastner

Kursinhalt: Die Sexualität ist sehr vielschichtig und wird beeinflusst von biologischen, psychologischen und sozialen Anteilen, vom Wissen über Sexualität und von dem, was man sexuell gelernt hat, von Denkmustern und Normen, der Beziehungsfähigkeit und weiteren Aspekten. Veränderungen oder Verunsicherungen in einem dieser Bereiche können zu sexuellen Problemen führen.

Wie sprechen wir diese Probleme mit unseren Patienten an? Und was dann? Wie lässt sich Hypnose unterstützend bei der Lösung einsetzen?

In diesem Workshop erhalten Sie, auch anhand von Beispielen aus meiner Praxis, Einblick in mögliche Vorgehensweisen.

Workshop 42

Üben, üben, üben

Dr. med. Carlo Lang

Dieser Workshop richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene, an solche, die Lust haben, praktisch zu arbeiten oder solche, die es höchste Zeit finden, endlich mal Hypnose praktisch anzuwenden. In Zweiergruppen sollen spielerisch »Problem« und »Ziel« der Versuchsperson eruiert und angegangen werden. Die »Produkte« werden nachher im Plenum besprochen. Es wird mit dem gearbeitet, was jede und jeder selbst mitbringt, sei es gelernt, »abgeguckt« oder erfunden. Und es darf auch Spass machen!

Für 10 bis 20 Personen.

Workshop 43

Trance und Bälle: eine spielerische Einladung für Sportler und Nicht-Sportler

Dr. med. Alexandra B. Rosmus

Als Internistin, Psychosomatikerin und Theaterpädagogin verbinde ich gerne, was angeblich nicht zusammen gehört: spielen oder agieren in Trance.

Bälle laden dazu ein, uns auf uns selber, unser Gegenüber oder die Gruppe einzuschwingen und zu fokussieren – auf ganz entspannte Weise.

Durch die Verbindung mit der Atmung, dem Rhythmus, Tönen und weiteren Sinnesqualitäten kommen wir in Bewegung, erweitern die Möglichkeiten des Leading und Pacing.

Wortspiele und Redensarten bereichern unsere Spielräume, ob wir »uns den Ball zuspielen oder nicht«, »am Ball bleiben oder nicht«.

In vielen kleinen Übungen, ergänzt durch Gruppentrancen, entdecken wir neue Spielformen und Geschichten für unseren Alltag.

Workshop 44

Hilfe zur Selbsthilfe – Selbsthypnosetechniken und Achtsamkeitsmeditation.

Prof. Dr. med. Peter Stephan Sandor, Dr. med. Sivan Schipper

In diesem Workshop werden, teils einfache, teils komplexere, aber schnelle und effiziente Techniken vermittelt, die sich im Alltag bewährt haben (»Kugelbauchatmung«, »Erdung«, »permissive Induktion«, »gekreuzte Verwirrungsvertiefung«, »Atem-Bedeutungstwist«, »BONAM«). Techniken primär für die Anleitung zur Selbsthypnose in der Sprechstunde sind nicht immer klar trennbar von solchen, die auch die Therapeuten selbsthypnotisch nutzen können. Als Ergänzung zum Workshop vom Vorjahr werden auch Aspekte der Achtsamkeitsmeditation thematisiert. Probiert und geübt wird in Kleingruppen, mit dem Ziel, das Erlernte bereits in der Woche darauf privat und in der Sprechstunde einzusetzen.